Klarer Himmel

32.6°C

Göppingen

Klarer Himmel

Wind: 3.1 m/s

IHK

 

IHK Göppingen verabschiedet ihren Geschäftsführer

Kreis Göppingen. Beim Jahresempfangs der IHK-Bezirkskammer Göppingen wurde am Montag Abend  Geschäftsführer Dr. Peter Saile in den Ruhestand verabschiedet. Ihm folgt zum 1. August  Gernot Imgart, bisher Stellvertretender Geschäftsführer. Nach 35 Jahren Kammertätigkeit und davon 25 Jahren als Leitender Geschäftsführer der Bezirkskammer Göppingen wurde Dr. Saile von Marjoke Breuning, Präsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart, und Wolf Ulrich Martin, Präsident der Bezirkskammer Göppingen, für sein Engagement für die regionale Wirtschaft gewürdigt.

„Dr. Saile hat sich in den vielen Jahren seiner Tätigkeit mit unzähligen Projekten und Initiativen für den Kreis Göppingen und die dortige Wirtschaft stark gemacht und in der Kreisentwicklung wesentliche Impulse gesetzt. Sei es im Einzelhandel oder beim Strukturwandel der Industrie“, sagte IHK-Präsidentin Breuning. Als promovierter Volkswirt hatte er dabei immer das Große Ganze im Blick. Dies entsprang der Überzeugung, dass Strukturwandel und wirtschaftlicher Erfolg am Besten als fester Bestandteil der wirtschaftlich starken Region Stuttgart gelingen können, so Breuning weiter. Lob erhielt Dr. Saile auch für sein persönliches Engagement als Vorstandsmitglied und Schatzmeister des Kompetenznetzwerk Mechatronik BW, an dessen Entwicklung und Erfolg er von Beginn an maßgeblich mitgearbeitet hatte.

Sein Verdienst sei es außerdem, dass die Bezirkskammer Göppingen heute das Kompetenzzentrum für die Eintragung von Ausbildungsverträgen der IHK Region Stuttgart geworden ist. Mit dieser zentralen Aufgabe prüfen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Göppingen jährlich rund 11.000 Ausbildungsverträge aus der gesamten Region Stuttgart und tragen diese ein. Einer der größten Meilensteine von Dr. Sailes Amtszeit sei laut Bezirkskammerpräsident Martin der Neubau der Bezirkskammer in Göppingen in der Jahnstraße: „Dr. Saile hat immer großen Wert auf eine gute Erreichbarkeit und Servicequalität unserer IHK und deren Beratung gelegt. Ihm ist es zu verdanken, dass der Neubau ein Erfolg geworden ist. Der Zuspruch unserer Mitgliedsunternehmen zeigt es: Im letzten Jahr hatten wir fast 10.000 Besucher im Haus.“

Marjoke Breuning dankte Dr. Saile abschließend auch im Namen aller Mitgliedsunternehmen für seinen großen Einsatz. „Wir freuen uns jetzt auf die gute Zusammenarbeit mit Gernot Imgart, dem Nachfolger von Saile. Wir wünschen ihm für seine Arbeit Erfolg und für die zukünftigen Herausforderungen eine stets glückliche Hand“, so Breuning. Saile trat  1986 als Mitarbeiter in Kammer ein und war zunächst als persönlicher Referent des Hauptgeschäftsführers in der Hauptgeschäftsführung eingesetzt. Dort war er drei Jahre zuständig für die Koordination grundlegender wirtschaftspolitischer Themen für die damalige Arbeitsgemeinschaft der baden-württembergischen IHKs. Prägend war die Mitarbeit im gemischten Projektteam zur Organisationsentwicklung der IHK gemeinsam mit McKinsey. 1992 wechselte Dr. Saile in die Abteilung Verwaltung und Personal und übernahm die Leitung des Referats „Haushalts-, Kassen-und Rechnungswesen“ sowie das komplette Beitragswesen der IHK. Damit war er für die Kammerfinanzen und insbesondere für die Umsetzung eines neuen bundesweiten Beitragsrechts verantwortlich. Im Jahr 1994 wurde er schließlich als Leitender Geschäftsführer der Bezirkskammer Göppingen gewählt und wechselte in das Filstal.
2.7.19

 

 

 

 

 

 

 

Blick auf das Haus der Wirtschaft in Göppingen

 

Das Haus der Wirtschaft in Göppingen in der Jahnstraße ist das Domizil der Industrie- und Handelskammer. Foto: Rüdiger Gramsch

 

IHK senkt Mitgliedsbeitrag erneut 

Region Stuttgart. Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart hat in ihrer Sitzung am 4. April 2019 beschlossen, den Mitgliedsbeitrag um 24 Prozent zu reduzieren. Damit werden die IHK-Mitgliedsbetriebe auch in diesem Jahr um 8,5 Millionen Euro entlastet.Den Vorschlag hatte IHK-Präsidentin Marjoke Breuning auf Empfehlung des Haushaltsausschusses in die Vollversammlung eingebracht, das höchste Beschlussgremium der Kammer. Neben einem Überschuss aus der Geschäftstätigkeit im Jahre 2018 von rund 2 Millionen Euro wurde für die Beitragsentlastung die bestehende Ausgleichsrücklage der IHK von 16,6 Millionen Euro einmalig um 6,6 auf zehn Millionen Euro reduziert. Die Ausgleichsrücklage dient zum Ausgleich von nicht planbaren Beitragsschwankungen. Ihre Höhe ist Gegenstand von verschiedenen Gerichtsverfahren gegen die IHK, die derzeit in zweiter Instanz vor dem Verwaltungsgerichtshof in Mannheim anhängig sind. „Wir sind von der Richtigkeit der bisherigen Dotierung unserer Ausgleichsrücklage überzeugt“, betont Breuning. Die Kammer stelle sich jedoch immer konstruktiv der Kritik und werde in den nächsten Monaten die Methodik der Risikoberechnung auf eine neue Grundlage stellen. Für die Übergangszeit sei es gut vertretbar, die Ausgleichsrücklage zu reduzieren. Damit sei auch ein befriedendes Signal an ihre Mitglieder für die anstehende Veranlagung verbunden, so die IHK-Präsidentin.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart zählt derzeit rund 175 000 Mitgliedsbetriebe, davon rund 50 000 im Handelsregister eingetragene Unternehmen. Die IHK als Selbstverwaltung der Wirtschaft hat den gesetzlichen Auftrag, das Gesamtinteresse der regionalen Wirtschaft in allen relevanten Fragen gegenüber den Entscheidungsträgern der Politik zu vertreten. Die vielfältigen Serviceleistungen kommen allen IHK-Mitgliedsunternehmen zugute. Über zwei Drittel des Budgets der IHK Region Stuttgart fließen in die Bildungsarbeit, insbesondere im Bereich der dualen Ausbildung.
5.4.19

 

 

 

Einzelhandel: Digitalisierung bleibt eine Herausforderung

Kreis Göppingen. Die Bezirksversammlung der IHK Region Stuttgart Bezirkskammer Göppingen hat sich jüngst auch mit den aktuellen Entwicklungen im Einzelhandel beschäftigt. Dabei ging es nicht nur um die öffentlich gewordene Diskussion des geplanten Einkaufszentrums in der Göppinger Bleichstrasse. „Vor dem Hintergrund der Digitalisierung steht der Einzelhandel im Kreis Göppingen auch vor großen Herausforderungen“, meinte der Präsident der IHK-Bezirkskammer Göppingen Wolf Martin. In der Aussprache wurde von den IHK-Vertretern darauf hingewiesen, dass der onlinegestützte und der stationäre Handel bei der Umsetzung von rechtlichen Anforderungen in der Praxis teilweise ungleich behandelt werde. Dies führe zu Wettbewerbsnachteilen. Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung fänden zudem jüngere Kunden beim Einkauf seltener den Weg in die Innenstadt. Die verschiedenen Geschäfte und Einzelhandelslagen müssten im Innenstadtbereich deswegen wie ein eigenes Einkaufszentrum gemanagt werden. Hintergrund der Diskussion in der IHK-Bezirksversammlung war auch ein von der Stadt Göppingen in Auftrag gegebenes Gutachten des Instituts für Handelsforschung (IFH) aus Köln, das vor kurzem der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Danach erreichte die Stadt die Note 2,8 bei der Gesamtzufriedenheit der Kunden. In der weiteren Diskussion ging es in der Bezirksversammlung auch um die Verbesserung der Situation des stationären Einzelhandels. „Während der Einzelhändler vor Ort um jeden verkaufsoffenen Sonntag kämpfen muss, öffnet der Onlinehandel an sieben Tagen die Woche 24 Stunden lang seine Pforten“, gab Sven Maier von der Schwäbischen Traumfabrik aus Bad Boll zu Bedenken. Das führe zu Ungleichbehandlung zulasten des stationären Handels. Auch bei den Anforderungen des Datenschutzes müsse der Einzelhändler oftmals schriftlich dokumentieren. Im Onlinehandel hingegen genügten nur wenige Klicks des Kunden, um dieselben rechtlichen Anforderungen zu erfüllen. Solche Unterschiede beim stationären und beim Onlinehandel sollten zukünftig vermieden werden. Die Vertreter des Einzelhandels appellierten an die Politik, bei den rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht nur große Handelsunternehmen im Blick zu haben. Das gleiche gelte bei der Förderung der Digitalisierung im Einzelhandel. So verspreche der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) im Handel zwar große Zukunftsperspektiven. Die Mehrheit der klassischen Einzelhändler würde sich in der täglichen Praxis jedoch zunächst mit anderen Digitalisierungsthemen auseinandersetzen.

 

 

 

 

IHK nimmt Solartankstelle in Betrieb 

Göppingen. Seit Jahresbeginn können Mitgliedsunternehmen und Besucher des neuen IHK-Haus der Wirtschaft in der Göppinger Jahnstraße während ihres Aufenthalts eine neu installierte e-Tankstelle für Elektrofahrzeuge benutzen. „Elektromobilität ist ein Zukunftsthema, das auch von unserer Bezirkskammer aktiv unterstützt wird“, betont Wolf Martin, der Präsident der IHK-Bezirkskammer in Göppingen. Wer elektrisch fahre, habe nach wie vor unterwegs Probleme, eine geeignete Ladestelle zu finden. Deswegen hat die IHK Region Stuttgart jetzt am Göppinger Standort eine eigene e-Tankstelle für ihre Kunden und Besucher installiert. Diese können ab sofort während der Geschäftszeiten ihre e-Fahrzeuge kostenfrei auftankten. So soll ein Anreiz geschaffen werden, zukünftig umweltfreundlich mit dem e-Auto in die IHK zu kommen und mit ausreichend Strom im Tank wieder zurück zu fahren. Für das Tanken in der IHK melden sich Interessierte am Empfang der IHK. Anschließend wird die Ladestelle freigeschaltet.
8.1.19

 

 

IHK Region Stuttgart passt Wahlordnung an

Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart hat am 12. Dezember 2018 eine Anpassung ihrer Wahlordnung für die Wahlen zur Vollversammlung und zu den fünf Bezirksversammlungen beschlossen. Die regelmäßige Überprüfung der Wahlordnung auf Anpassungsbedarf, der sich aus aktuellen rechtlichen oder wirtschaftlichen Entwicklungen ergeben kann, gehört zu den Standardaufgaben der Kammer.
In einer wegweisenden Entscheidung hat das Bundesverfassungsgericht 2017 vorgegeben, dass insbesondere eine angemessene Interessenvertretung der beitragszahlenden Unternehmen gewährleistet sein muss. „Mit der jetzt beschlossenen Weiterentwicklung der Wahlordnung können wir davon ausgehen, dass sich die Wirtschaftsstruktur der Region nach Branchen, Betriebsgrößen und Beitragsleistung entsprechend der Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts in den gewählten IHK-Gremien widerspiegelt“, sagt IHK-Präsidentin Marjoke Breuning. „Und das ist die Voraussetzung dafür, dass die Kammer das Gesamtinteresse der regionalen Wirtschaft überzeugend vertreten kann.“
Kernpunkt der Änderung der Wahlordnung ist die Einführung von Betriebsgrößenklassen. Auf Seiten der Kandidaten wird demnach zukünftig in den drei größten Wahlgruppen Produktion, Handel und Dienstleistung zwischen kleinen Unternehmen (bis 9 Beschäftigte), mittleren und großen Unternehmen (ab 10 Beschäftigte) unterschieden. „Für die kleinen Unternehmen mit bis zu neun Mitarbeitern wird durch die neue Wahlordnung sichergestellt, dass sie eine Mindestanzahl von Sitzen in den IHK-Gremien bekommen“, erläutert Wolf Ulrich Martin, Präsident der IHK-Bezirkskammer Göppingen. Auch Claus Paal, Präsident der IHK-Bezirkskammer Rems-Murr, betont: „Der Vorschlag des Präsidiums ist auf große Zustimmung innerhalb der IHK-Bezirkskammer Rems-Murr gestoßen. Dass die neue Wahlordnung nun von der Vollversammlung beschlossen wurde und damit in ‚trockenen Tüchern‘ ist, bringt für die nächste Wahl 2020 die notwendige Sicherheit.“
Die Bedeutung von Betriebsgrößenklassen wird laut Kammer beim Blick auf die Verteilung von Beschäftigung und Ausbildung in den Unternehmen in der Region Stuttgart deutlich. So haben zwar etwa 90 Prozent aller Unternehmen bis zu 9 Beschäftigte. Die anderen 10 Prozent der Unternehmen stellen jedoch rund 90 Prozent aller Arbeitsplätze in der Region. Eine ähnliche Verteilung gibt es bei den Lehrstellen. Rund 80 Prozent aller Azubis werden in Betrieben mit mehr als 10 Beschäftigten ausgebildet.
Breuning: „Als IHK sind wir eine gewichtige Stimme, die die Interessen von rund 160.000 IHK-Mitgliedsbetrieben zum Beispiel bei Themen wie schnellem Internet oder beim Bürokratieabbau gegenüber Politik und Verwaltung vertritt. Wichtig sind mir dabei auch die Themen der kleineren Betriebe, deren Mitwirkung in den Gremien mit der neuen Wahlordnung garantiert wird. Alle unsere Unternehmen tragen gleichermaßen zum wirtschaftlichen Erfolg unserer Region bei.“
Die Präsidentin bedankte sich für den intensiven Beteiligungs- und Diskussionsprozess im Vorfeld der gestrigen Beschlussfassung. In den vergangenen Wochen hatten die Mitglieder der Vollversammlung und zusätzlich die Mitglieder der fünf Bezirksversammlungen Gelegenheit, in sechs Veranstaltungen über die im Oktober vom IHK-Präsidium vorgelegten Eckpunkte zur Anpassung der Wahlordnung zu diskutieren. In der gestrigen Vollversammlungssitzung wurden noch einmal alle in diesen Beratungen vorgebrachten Fragen und Anregungen ausführlich besprochen und die notwendigen Änderungen begründet. Wichtige Anregungen, zum Beispiel zur Berechnung der Beschäftigtenzahl, wurden dabei auch aufgegriffen. Ebenfalls diskutiert wurde auch ein weitergehender Alternativentwurf für eine komplett überarbeitete Wahlordnung, der aber nach umfänglicher Diskussion nicht zur Abstimmung gestellt wurde. Am Ende der eineinhalbstündigen tiefgehenden Beratung votierten die Mitglieder auf Antrag aus der Vollversammlung mit deutlicher Mehrheit dafür, die Beratung der Wahlordnung nicht zu vertagen, sondern schon jetzt in der Sache abzustimmen.
„Mit der neuen Wahlordnung wird der sich ändernden Wirtschaftsstruktur in der Region genauso wie aktuellen Entwicklungen in der Rechtsprechung Rechnung getragen“, sagt Heinrich Baumann, Präsident der Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen. Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hatte in einem Urteil im Jahr 2017 betont, dass in den Beschlussgremien der IHK die angemessene Interessenwahrnehmung aller beitragszahlenden Betroffenengruppen sichergestellt sein müsse. Zudem dürfe die Vollversammlung nicht von zahlreichen Einzelinteressen ohne Berücksichtigung wirtschaftlich bedeutender Unternehmen geprägt werden.
Alle vier Jahre wählen die rund 160.000 Mitgliedsunternehmen der IHK Region Stuttgart ihre ehrenamtlich tätigen Vertreterinnen und Vertreter in die Vollversammlung und die fünf Bezirksversammlungen in den Landkreisen der Region. Dabei hat jeder Mitgliedsbetrieb eine Stimme, unabhängig von Größe und Wirtschaftskraft des Unternehmens. Die Vollversammlung entscheidet über den wirtschafts- und bildungspolitischen Kurs der IHK, den Umfang des IHK-Leistungsangebots sowie die Höhe der Mitgliedsbeiträge und Gebühren. Die Bezirksversammlungen nehmen die Interessen der Unternehmen ihres Bezirks wahr und beschließen über ihre Ausgaben. Die Vollversammlung wählt aus ihren Reihen den/die Präsident/-in, der/die die IHK Region Stuttgart gemeinsam mit dem/der Hauptgeschäftsführer/-in nach außen vertritt. Alle Mitglieder von Vollversammlung und Bezirksversammlungen sowie deren Präsidentinnen und Präsidenten sind Unternehmerinnen und Unternehmer. Sie arbeiten für die IHK ehrenamtlich, also ohne Vergütung.
14.12.18

 

IHK:  Kooperationen im Bildungsbereich funktionieren

Kreis Göppingen. Um die Situation auf dem Lehrstellenmarkt ging es jüngst bei der Bezirksversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bezirkskammer Göppingen. Danach haben die Ausbildungsverhältnisse in Industrie, Handel und Dienstleistung im Kreis Göppingen im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 Prozent zugenommen. „Dieses Wachstum ist insofern erfreulich, da dem Ausbildungsmarkt immer weniger Bewerber zur Verfügung stehen“, betonte der Leiter der IHK-Berufsbildung Dr. Uwe Schwab in Göppingen vor den Unternehmern. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Bewerberzahl um rund acht Prozent.
Zurückzuführen ist der Erfolg aus Sicht der IHK-Bezirkskammer Göppingen vor allem auf die rund 190 Bildungspartnerschaften der allgemeinbildenden Schulen im Landkreis mit verschiedensten Unternehmen und Institutionen. Die daraus resultierenden Praktika, Betriebsbesuche und vor allem der Austausch mit den Ausbildungsbotschaftern aus den Unternehmen führen dazu, dass die Schüler frühzeitig die Vorzüge einer dualen Berufsausbildung kennenlernen und mit Betrieben in Kontakt kommen. Bei den Ausbildungsbotschaftern handelt es sich um von der IHK-Bezirkskammer speziell geschulte Auszubildende, die in den Schulen jeweils für ihre Berufe werben. Mit 72 Vermittlungen in eine Ausbildung hatte die IHK über das Projekt „Azubi gesucht?“ ebenso einen Anteil an dem Erfolg wie das IHK-Projekt „Kümmerer“, durch das 36 Flüchtlinge in eine Ausbildung vermittelt werden konnten. Insgesamt basiere der Erfolg jedoch auf der hervorragenden Kooperation zwischen der Agentur für Arbeit, dem Staatlichem Schulamt und der IHK-Bezirkskammer Göppingen auf lokaler Ebene. Mit Blick auf die Berufsorientierung sowie die Fachkräftesicherung durch Ausbildung im Kreis würden alle Akteure an einem Strang ziehen
.
3.12.18

 

Konjunktur und Situation am Göppinger Arbeitsmarkt ist gut

Kreis Göppingen. Über die Situation am Arbeitsmarkt und dessen Zukunft hat die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Göppingen, Thekla Schlör in der IHK-Bezirksversammlung berichtet. Schlör war damit der Einladung der IHK-Unternehmer gefolgt, die sich traditionell zum Jahresende auch mit der Analyse des Arbeitsmarktes im Kreis Göppingen und einem Ausblick auf das nächste Jahr befassen. Nach den jüngsten IHK-Umfragen befinde sich die Konjunktur im Kreis Göppingen weiterhin auf einem hohen Niveau, berichtete zunächst Göppingens IHK-Vizepräsident Walter Jerusalem. Die Binnennachfrage werde gestützt durch eine positive Arbeitsmarktentwicklung, steigende Einkommen und günstigen Finanzierungsbedingungen. Dennoch haben viele Unternehmen eine gemäßigtere Erwartungshaltung für das nächste Jahr. Offensichtlich wirken sich die wachsenden Risiken, wie die protektionistische Handelspolitik der USA oder der bevorstehende Brexit, spürbar in der schlechteren Erwartungshaltung der Unternehmen aus. Zum Arbeitsmarkt berichtete anschließend Schlör über die aktuelle Situation. Im Landkreis Göppingen waren im November insgesamt 4 548 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 5,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Landkreis Göppingen verzeichne damit eine erfreulich niedrige Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent, die im Vorjahr noch bei 3,4 Prozent lag. „Nahezu alle Personengruppen profitieren von der guten Marktsituation“, berichtete Schlör in der Versammlung. Trotz der insgesamt rückläufigen Arbeitslosigkeit habe diese in einer speziellen Altersgruppe gegen den Trend zugenommen. Betroffen sind die 15 bis unter 25jährigen, unter denen sich derzeit noch viele Flüchtlinge befänden. Gleichzeitig steige die Beschäftigung von Jahr zu Jahr weiter auf neue Rekordhöhen. Erfreulich sei, dass insbesondere bei der Gruppe der Älteren, Ausländer und der Teilzeitarbeitnehmer die Beschäftigung überdurchschnittlich wachse. „Mit Blick auf den Fachkräftemangel sind aber hier die Grenzen in Sicht“, meinte Schlör. Die größten Potenziale sehe die Arbeitsagentur noch bei Teilzeitbeschäftigten, wenn diese ihre Arbeitszeit erhöhen würden. Auch in der Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland, vor allem in der Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern bestehen Chancen. Schlör betonte, dass ein wesentlicher Treiber des Beschäftigungszuwachses der letzten Jahre die EU-Osterweiterung mit der Freizügigkeit der Arbeitnehmer war. Das lasse sich statistisch bei der jährlichen Zuwachsrate der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten ablesen. Angesichts der hohen Anforderungen der Unternehmen an ihr Fachpersonal und den zur Verfügung stehenden Arbeitskräften machte Schlör deutlich: „Qualifizierung bleibt das Gebot der Stunde“.

Für Diskussion sorgte in der IHK-Bezirksversammlung der Umstand, dass im Kreis Göppingen weniger Jugendliche aus allgemeinbildender Schule direkt in eine Ausbildung gehen würden. Während die Übergangsquote in Bayern bei 66,4 Prozent liege, betrage diese in Göppingen derzeit nur 40,2 Prozent. Für viele Schüler sei es attraktiver, die Schulbank weiter zu drücken, als den Erfolg in der Berufsausbildung zu suchen.
30.11.18

 

Unternehmer-Kritik an erhöhten Gewerbesteuerhebesätzen

Um das Thema Gewerbesteuererhöhungen im Kreis Göppingen ging es auch bei der jüngsten Bezirksversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bezirkskammer in Göppingen. Die IHK-Unternehmer kritisierten einmütig die vielerorts im Kreis Göppingen beschlossenen Erhöhungen der Gewerbesteuerhebesätze. „Angesichts sprudelnder Einnahmen sollten Kommunen besser über eine notwendige Entschuldung des Haushalts und über Steuerentlastungen nachdenken“, betonte Göppingens IHK-Vizepräsident Walter Jerusalem in der Versammlung. Für die beschlossenen oder geplanten Gewerbesteuererhebungen gebe es vor dem Hintergrund vieler Beschwerden von Unternehmern keinerlei Verständnis. In der Diskussion zeigten die IHK-Unternehmensvertreter grundsätzlich Verständnis für wichtige lokale Maßnahmen in einzelnen Kommunen. Dennoch dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass bei einem konjunkturellen Rückgang die Unternehmen durch Mindereinnahmen und erhöhte Belastungen doppelt betroffen seien. Hinzu komme der Umstand, dass im internationalen Vergleich andere europäische Länder und die USA ihre Unternehmenssteuern gesenkt hätten. Damit würden die Unternehmer im internationalen Wettbewerb zusätzlich benachteiligt. In der anhaltenden konjunkturellen Hochphase sollten Kommunen deswegen ihren finanziellen Spielraum nutzen, um Steuern für Unternehmer und Bürger zu senken. Seit Jahren verzeichnen die öffentlichen Haushalte steigende Rekordeinnahmen, ohne dass es im Gegenzug zu einer Entlastung gekommen sei. Nach der aktuellen Standortumfrage der IHK-Bezirkskammer Göppingen gehört die Höhe der Gewerbe- und Grundsteuer zu den fünf wichtigsten Standortfaktoren im Kreis Göppingen. Nach Einschätzungen der IHK werden deswegen die zusätzlichen Belastungen der Unternehmen eine spürbar negative Auswirkung auf die Standortgunst haben. Nun auf lokaler Ebene Steuererhöhungen zu vollziehen, sei das völlig falsche Signal. Hintergrund der Diskussion in der Göppinger IHK-Bezirksversammlung waren Pressemeldungen, nach denen in Ebersbach und in Gingen an der Fils jüngst die Gewerbesteuer um jeweils 15 Punkte und in Bad Ditzenbach um 10 Punkte erhöht wurden. Dort wurden gleichzeitig die Hebesätze für die Grundsteuer angehoben. Auch die Gemeinde Birenbach hat in ihrer jüngsten Gemeinderatssitzung eine schrittweise Erhöhung der Gewerbesteuer beschlossen.
30.11.18
 

 

 

IHK möchte neue Wahlordnung beschließen


Das Präsidium der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart schlägt der Vollversammlung für die nächsten IHK-Wahlen 2020 eine Änderung der Wahlordnung vor. Damit soll in der Vollversammlung eine repräsentative Verteilung der gewählten Wirtschaftsvertreter nach Branchen, Betriebsgrößen und Beitragsleistung besser sichergestellt werden als bisher. Das Präsidium hat entsprechende Eckpunkte beschlossen, die nun in den Bezirksversammlungen sowie in einer gesonderten Veranstaltung diskutiert und der Vollversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

„Wir müssen regelmäßig vor den alle vier Jahre stattfindenden IHK-Wahlen die Wahlordnung auf Änderungsbedarf überprüfen und bei Bedarf anpassen“, erläutert IHK-Präsidentin Marjoke Breuning. Änderungsbedarf ergebe sich aktuell aus der Rechtsprechung und aufgrund von Entwicklungen in der Wirtschaftsstruktur des Kammerbezirks.

So verlangt das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) seit 2017 die Sicherstellung einer angemessenen Interessenwahrnehmung aller beitragszahlenden Betroffenengruppen. Zudem darf die Vollversammlung nicht von zahlreichen Einzelinteressen ohne Berücksichtigung wirtschaftlich bedeutender Unternehmen geprägt werden.

Ziel der Änderungsvorschläge ist es daher, die Spiegelbildlichkeit der regionalen Wirtschaft in der Vollversammlung weiter zu verbessern und die Besonderheiten der Wirtschaftsstruktur in der Region Stuttgart abzubilden. Damit soll insbesondere auch den Vorgaben der jüngsten Rechtsprechung Rechnung getragen werden, ohne dabei die Belange kleiner Unternehmen zu vernachlässigen. „Die Eckpunkte für eine neue Wahlordnung sehen für kleine Unternehmen eine Mindestanzahl von Sitzen vor“, betont IHK-Präsidentin Breuning.

Kernpunkt der vorgeschlagenen Änderung ist die Einführung von Betriebsgrößenklassen. Auf Seiten der Wahlbewerber soll demnach in den drei größten Wahlgruppen Produktion, Handel und Dienstleistung zwischen kleinen Unternehmen (bis 9 Beschäftigte) und mittleren und großen Unternehmen (ab 10 Beschäftigte) unterschieden werden. Die Unterschiedlichkeit der Betriebsgrößenklassen wird beim Blick auf die Verteilung von Beschäftigung und Ausbildung in den Unternehmen in der Region Stuttgart deutlich. So haben etwa 90 Prozent aller Unternehmen bis zu 9 Beschäftigte. Die anderen 10 Prozent der Unternehmen haben 10 und mehr Beschäftigte und stellen rund 90 Prozent aller Arbeitsplätze in der Region. Eine ähnliche Verteilung gibt es bei den Lehrstellen.

Vor einer Beschlussfassung in der Vollversammlung sollen die Änderungsvorschläge in den Bezirksversammlungen und einer gesonderten Veranstaltung in Stuttgart vorgestellt und diskutiert werden.

Alle vier Jahre wählen die rund 160.000 Mitgliedsunternehmen der IHK Region Stuttgart ihre ehrenamtlich tätigen Vertreterinnen und Vertreter in die Vollversammlung und die fünf Bezirksversammlungen in den Landkreisen der Region. Dabei hat jeder Mitgliedsbetrieb eine Stimme, unabhängig von Größe und Wirtschaftskraft des Unternehmens. Die Vollversammlung entscheidet über den wirtschafts- und bildungspolitischen Kurs der IHK, den Umfang des IHK-Leistungsangebots sowie die Höhe der Mitgliedsbeiträge und Gebühren. Die Bezirksversammlungen nehmen die Interessen der Unternehmen ihres Bezirks wahr und beschließen über ihre Ausgaben. Die Vollversammlung wählt aus ihren Reihen den/die Präsident/-in, der/die die IHK Region Stuttgart gemeinsam mit dem/der Hauptgeschäftsführer/-in nach außen vertritt. Alle Mitglieder von Vollversammlung und Bezirksversammlungen sowie deren  Präsidenten sind  Unternehmer. Sie arbeiten für die IHK ehrenamtlich, also ohne Vergütung.

 

Der Boom verliert an Dynamik

„Die Konjunktur im Landkreis Göppingen ist auf einem hohen Niveau“, sagt Wolf Ulrich Martin, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bezirkskammer Göppingen. „Dennoch sehen wir aufgrund drohender Konjunkturrisiken eine gemäßigtere Erwartungshaltung der Unternehmen“ führt Martin weiter aus. Die aktuelle Konjunkturumfrage im Herbst 2018 zeigt angesichts wachsender Risiken – protektionistische Bestrebungen der USA, der Brexit im Frühjahr 2019 und die Währungskrise der Türkei und anderen Schwellenländern – eine spürbar verhaltene Erwartungshaltung der regionalen Unternehmen. „In diesen Zeiten gilt es für Unternehmen und Kommunen gleichermaßen Rücklagen zu bilden und auf eine mögliche Abschwächung der Konjunktur vorbereitet zu sein“, erläutert Martin. Die Binnennachfrage wird gestützt durch eine positive Arbeitsmarktentwicklung, steigende Einkommen und die günstigen Finanzierungsbedingungen. Dies sind die wesentlichen Ergebnisse der Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart für den Landkreis Göppingen. 60,8 % der Unternehmen im Landkreis Göppingen sind mit ihrer aktuellen Lage zufrieden und bewerten diese als gut. Im Frühsommer haben 2,2 % der Unternehmen über eine schlechte Lage berichtet, in der aktuellen Umfrage klagen 4,0 % über eine schlechte Lage. Die Ertragslage der Unternehmen ist stabil. Die Nachfrage ist auf hohem Niveau leicht rückläufig – teilweise aber immer noch oberhalb der verfügbaren Kapazitäten. 43,7 % der Unternehmen verzeichnen steigende Auftragseingänge, aber über 10 % (Frühsommer 6,5 %) gehen von einer rückläufigen Auftragslage aus. Dies trübt die Zuversicht in den Unternehmen etwas ein. Die leicht rückläufige Nachfrage zeigt sich auch in einer etwas verhalteneren Geschäftserwartung der Unternehmen im Landkreis Göppingen. Die Zahl der Optimisten ist von 41,4 % im Frühsommer auf 34,6 % gesunken. Jedes 10. Unternehmen erwartet eine schlechtere Geschäftsentwicklung in den nächsten 12 Monaten. Die eingangs erwähnten steigenden globalen Risiken dämpfen geringfügig die Erwartungen in den Export. So rechnen 9,0 % der Unternehmen mit geringeren Exporten. 41,9 % der Unternehmen erwarten höhere, 49,1 % gleichbleibende Ausfuhren, so dass hier weiterhin Hochkonjunktur herrscht. „In unserer exportstarken Region, in der die Industrie fast 70 Cent jedes umgesetzten Euros im Ausland verdient, beobachten wir die Risiken genau“, betont Wolf Ulrich Martin. Trotz der Abschwächung im Export sind die Investitionspläne der Unternehmen weitgehend stabil. 33,5 % haben ihre Investitionspläne nach oben revidiert, fast 60 % investieren gleich viel wie bisher und nur 7,8 % der Unternehmen werden weniger investieren. Es zeigt sich, dass die Industrie verhaltener investieren möchte, während der Indikator im Bereich Handel und Dienstleistungen einen leichten Anstieg verzeichnet. Nach wie vor ist das Hauptmotiv für Investitionen der Ersatzbedarf. Die Rationalisierung, Innovationen und die Kapazitätserweiterung sind weitere Investitionsmotive im Herbst 2018. „Auch im 6. Jahr hält der Aufschwung an, allerdings nehmen damit einhergehend die Kapazitätsengpässe zu. Erfreulich sehen wir deshalb die anhaltend starken Investitionen“, erklärt Wolf Martin. Die Beschäftigungspläne der Unternehmen im Landkreis Göppingen bleiben positiv. 20,3 % wollen ihre Beschäftigung ausbauen, 67,3 % gehen von einer gleichbleibenden Beschäftigung aus. Personal reduzieren wollen 12,4 % der Betriebe gegenüber 5,1 % im Frühsommer. Der Personalaufbau wird damit verhaltener. Präsident Martin der IHK Bezirkskammer Göppingen: „Die hohe Kapazitätsauslastung und die gute Auftragslage der Unternehmen führen dazu, dass kaum noch Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt verfügbar sind. Die Beschäftigungspläne sind unverändert positiv, ungeachtet dessen erweist sich die Suche nach dem passenden und geeigneten Personal als schwierig“ Der Fachkräftemangel wird zur Wachstumsbremse. So überrascht es nicht, dass der Fachkräftemangel mit 69,5 Prozentpunkten als größtes Konjunkturrisiko eingeschätzt wird. Danach folgen die Arbeitskosten, Energie- und Rohstoffpreise sowie die Inlandsnachfrage – alle mit rd. 40 %. „Die Aussichten sind weiterhin gut, auch wenn sich der Boom inzwischen entschleunigt. Allerdings mehren sich die Signale, dass der Boom nicht ewig weitergeht. Die Erfahrung lehrt und zeigt, dass man rechtzeitig in guten Zeiten die Weichen stellen muss, um wirtschaftliche Abschwünge besser bewältigen zu können. Die aktuell sprudelnden Steuereinnahmen verleiten viele öffentliche Haushalte zur Ausweitung vor allem auch konsumtiver Ausgaben. Damit wird die Grundlage künftiger struktureller Defizite gelegt“, mahnt der leitende Geschäftsführer der IHK Bezirkskammer Göppingen, Dr. Peter Saile. In solchen Zeiten auch noch die Grund- und Gewerbesteuer zu erhöhen, wie es Ebersbach und Kuchen planen, passe überhaupt nicht in die Landschaft.


Auch eine Führungsposition kann man sich teilen

Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen, wird für viele Unternehmen und deren Arbeitnehmer immer mehr zur Herausforderung. Wie bekommen und binden Unternehmen gute Fach- und Führungskräfte in Zeiten, in denen Mütter gerne mehr und Väter gerne in Teilzeit arbeiten wollen? Hierzu hat die Ideenwerkstatt, das lokale Bündnis für Beruf und Familie im Landkreis Göppingen bei einem Personalerfrühstück Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt. Ob Kindererziehung oder ein Pflegefall in der Familie, aber auch die neuen Generationen, die eine andere Erwartungshaltung – insbesondere im Hinblick auf ihren Work-Life-Flow haben. Es gibt unzählige Situationen, in denen ein Top-Job-Sharing – das Teilen einer Führungsposition Anwendung finden kann. Auch um Nachwuchsführungskräfte auf potenzielle Führungsaufgaben vorzubereiten, bietet sich Top-Job-Sharing an. In diesem Fall bildet sich ein Tandem aus Mentor und Junior.  „In Zeiten des Fachkräftemangels müssen sich Unternehmen mit dem Thema Job-Sharing auch in Führungspositionen beschäftigen, wollen sie Mitarbeiter gewinnen und an sich binden“, sagt Dr. Uwe Schwab, Referatsleiter der IHK Bezirkskammer Göppingen. Die Expertin Heike Baumann, Projektleiterin familyNET vom Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft e.V. informierte die Anwesenden anhand zahlreicher Beispiele wie Unternehmen eine familienbewusste Arbeitswelt gestalten können. Nach einer Studie seien 86 % der Mitarbeiter in familienfreundlichen Unternehmen sehr zufrieden mit der Arbeitssituation. Dies führe auch zu einer geringeren Fluktuation, so Baumann. In einem weiteren Vortrag zeigte Sabine Brodbeck von der Gesellschaft für Management und Verhaltensentwicklung mbH, unter welchen Voraussetzungen ein Top-Job-Sharing möglich ist und welche Vorteile, aber auch Tücken damit verbunden sind. So teile man sich beispielsweise die Verantwortung und könne wichtige Entscheidungen gemeinsam treffen. Dies reduziere Stress, erhöhe die Lebensqualität und bringe den Unternehmen zudem eine höhere Produktivität und Vorteile bei der Rekrutierung qualifizierter Fach- und Führungskräfte. Die informative Veranstaltung wurde durch einen Praxisbericht von Frank Brodbeck, Produktionsleiter bei der Bechtle graphische Betriebe und Verlagsgesellschaft abgerundet. Er teilt sich seit einigen Jahren die Führung mit einem Kollegen. Im Großen und Ganzen funktioniere das sehr gut, meint Brodbeck.

 

Burghotel Staufeneck kooperiert mit Hohenstaufen-Gymnasium

Burghotel und Restaurant Staufeneck GmbH & Co. KG kooperiert mit Hohenstaufen Gymnasium Am 11. Oktober ist das Burghotel und Restaurant Staufeneck mit dem Hohenstaufen Gymnasium und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bezirkskammer Göppingen eine weitere Bildungspartnerschaft eingegangen. Zukünftig werden die Bildungspartner in der Berufsorientierung eng zusammen arbeiten. Theresa Schurr, Human Resources Manager bei der Restaurant Staufeneck GmbH & Co. KG und Dr. Uwe Schwab, Referatsleiter der IHK Bezirkskammer Göppingen freuen sich über die neue Bildungspartnerschaft und sehen darin einen weiteren kleinen Schritt, um dem Fachkräftemangel im Gastgewerbe entgegenzuwirken. Annette Staudenmayer, Stellvertretende Schulleiterin des Hohenstaufen Gymnasiums,  begrüßt die Kooperation, da durch die neue Bildungspartnerschaft eine weitere Facette im Bereich der Berufsbilder repräsentiert wird. Diese Vielfalt ist aufgrund der gestiegenen Bedeutung der beruflichen Orientierung am Gymnasium besonders wichtig. Im Rahmen dieser Partnerschaft können die Schülerinnen und Schüler das Unternehmen in Praktika und Firmenführungen kennenlernen. Bei den Betriebserkundungen wird zudem ein Azubitalk angeboten, bei dem Azubis von ihren Berufen erzählen. Ein Seminar „Tisch-Knigge“, bei dem die Schülerinnen und Schüler das professionelle Eindecken lernen, rundet das Angebot ab. Darüber hinaus wird sich das Unternehmen am Berufsinformationstag des Hohenstaufen-Gymnasiums beteiligen und sein Berufsfeld vorstellen. 

 

IHK Region Stuttgart trauert um ihren Ehrenpräsidenten

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart trauert um ihren langjährigen Präsidenten und Ehrenpräsidenten Prof. Dr. techn. Dr.-Ing. E. h. Berthold Leibinger. „Professor Leibinger gehörte zu den bedeutendsten Unternehmerpersönlichkeiten Deutschlands. Seine Verdienste um die Wirtschaft, auch über die Grenzen der Region Stuttgart hinaus, sind herausragend. Vollversammlung, Präsidium, Geschäftsführung und Beschäftigte der IHK bekunden ihr tiefes Mitgefühl für die Familie Leibinger“, sagt Marjoke Breuning, Präsidentin der IHK Region Stuttgart. Im IHK-Haus in Stuttgart liegt ab morgen, 18. Oktober 2018, ein Kondolenzbuch aus. Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedsbetriebe sowie aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft können sich dort eintragen. Von 1985 bis 1990 war Prof. Leibinger Präsident und seitdem Ehrenpräsident der IHK Region Stuttgart. Als Erfinder, Mäzen und maßgeblicher Gestalter war er in vielen Gremien von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Kunst und Kultur tätig und hat Maßstäbe gesetzt. Darüber hinaus war er in vielen Aufsichtsrats- und Beiratsgremien tätig. Bei allen Aufgaben bestimmten stets hoher persönlicher Einsatz, Vertrauen in das eigene Können, Weitsicht, Verantwortung für andere, aber auch Risikobereitschaft sein Handeln. Sein ehrenamtliches Engagement als IHK-Präsident war geprägt von Souveränität, Beharrlichkeit und Uneigennützigkeit. Die IHK profitierte vor allem von seiner unternehmerischen Erfahrung und seiner Aufgeschlossenheit für Wandel in Gesellschaft und Wirtschaft. Er stellte die Weichen für eine Kammer, die sich bei Themen wie Innovation, Fachkräftebedarf, Ausbildung und Infrastruktur den Fragen der Zukunft stellt und sich an den Bedürfnissen ihrer Mitgliedsbetriebe orientiert und weiterentwickelt. Für seine Leistungen als Unternehmer und Bürger hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Merkur, die höchste Auszeichnung der IHK Region Stuttgart.„Professor Leibinger war nicht nur ein ausgesprochen kluger Kopf, er hatte auch die Fähigkeit, andere nicht zurückzulassen. Er warb nicht nur für ethisches Handeln, er lebte es auch vor. Wir trauern um einen Realisten, der die sozialen Belange nie aus den Augen verloren hat. Er wird uns fehlen“, sagt Albrecht Kruse, Präsident der IHK-Bezirkskammer Ludwigsburg und Mitglied des Präsidiums der IHK Region Stuttgart.

 

Blockchain: Die größte technologische Innovation

Die Blockchain wird als größte technologische Innovation seit der Erfindung des Internets gehandelt. Sie ist der entscheidende Treiber der nächsten Stufe der Digitalisierung. Das disruptive Potenzial der Blockchain betrifft nicht zuletzt die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft – doch welche Chancen bietet diese revolutionäre neue Technologie für mittelständische Unternehmen? Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bezirkskammer Göppingen bietet mit dem IHK-Forum Mittelstand-Digital am 26. Oktober ein Tagesseminar an. Unter dem Titel „Blockchain-Technologie: Chancen und Potenziale für Unternehmen“ werden Niklas von Heyden, Blockchain und ICO Consultant sowie Partner der DLT Capital GmbH aus München sowie Detlev Hustedt von der Berliner m3management, Strategie- und Kommunikationsberatung, referieren. Das Seminar ist kostenpflichtig.
„Mit unserem Tagesseminar wollen wir verständlich näher bringen, wie eine Blockchain konzipiert ist, was sich dahinter verbirgt und vor allem wie diese ganz praktisch und gewinnbringend im Geschäftsmodell des Mittelstandes eingesetzt werden kann“, betont der stellvertretende IHK-Geschäftsführer Gernot Imgart. Die Einsatzmöglichkeiten sind dabei vielfältig und haben das Potenzial, die Geschäftswelt in großen Bereichen zu verändern. Prozesse könnten durch die Blockchain schneller, einfacher, preiswerter und sicherer werden. Besonders im Exportgeschäft oder bei Finanzierungen im Mittelstand verspricht diese Technologie große Vereinfachungen. Ein Unternehmen kann beispielsweise festlegen, dass die Auslieferung der Ware dann erfolgt, wenn der Kunde gezahlt hat. Beim Export sollen zukünftig alle notwendigen Vertragskomponenten auf blockchainbasierten Plattformen dargestellt werden können. Dies umfassen die Rechnungsstellung, Zollabwicklung, die Auslieferung der Ware und die Finanzierung im internationalen Geschäft. Logistiker können darüber hinaus ihre Lieferkette (Supply Chain) vereinfachen und Verwaltungskosten sparen. Intelligente Verträge (Smart Contracts) überwachen dabei die Einhaltung dieser Regeln selbst. Auch das kontinuierliche Nachverfolgen der Sendungen wird wesentlich vereinfacht. Aufgrund der hohen Datensicherheit ist die Blockchain-Technologie im Gesundheitswesen besonders für sensible Daten geeignet. Die Veranstaltung richtet sich an Geschäftsführer, Manager und Führungskräfte aus nicht-technischen Abteilungen, die sich für die zukünftigen Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain-Technologie im Unternehmen und deren übergreifende wirtschaftliche Prozesse interessieren.

 

Vertrag über neue Bildungspartnerschaft geschlossen

Das bestehende Netz von Bildungspartnerschaften im Landkreis Göppingen wird weiter ausgebaut. Das Hohenstaufen-Gymnasium in Göppingen, die NIC Systemhaus GmbH und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bezirkskammer Göppingen eine weitere Kooperationsvereinbarung unterschrieben.  Oliver Heer, Geschäftsführer der NIC Systemhaus GmbH möchte mit der Bildungspartnerschaft den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die IT-Branche geben. Das Hohenstaufen-Gymnasium baut dadurch das Bildungsangebot im MINT-Bereich (Mathematik-Informatik-Naturwissenschaft-Technik) aus. Auch Dr. Uwe Schwab, Referatsleiter der IHK-Bezirkskammer Göppingen freut sich über die Bildungspartnerschaft und bekräftigt: „Für Abiturienten kann nicht nur das Studium, sondern auch eine betriebliche Ausbildung der Grundstein für eine erfolgreiche berufliche Karriere sein.“ Geplant sind für die Schülerinnen und Schüler Bewerbertrainings. Im Rahmen der Berufsorientierung am Gymnasium und darüber hinaus werden Praktika und Betriebsführungen angeboten. Die Ausbildungsbotschafter der NIC Systemhaus GmbH werden am Gymnasium über Ausbildungswege informieren.  Das Hohenstaufen-Gymnasium wird in den kommenden Wochen weitere Bildungspartnerschaften mit diversen Ausbildungsberufen abschließen, um die ökonomische Bildung zu stärken und die Unterstützung beim Übergang von der Schule in Ausbildung, Studium und das Berufsleben zu verbessern. Bildungspartnerschaften sind langfristige Kooperationsvereinbarungen zwischen Unternehmen und allgemeinbildenden weiterführenden Schulen, mit dem Ziel, die Berufsorientierung von Schülern zu verbessern.

 

Mehr Einkaufserlebnisse schaffen

Die Bezirksversammlung der IHK Region Stuttgart Bezirkskammer Göppingen hat sich jit dem Thema Einzelhandel beschäftigt. Die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) hatte zuvor im Göppinger Gemeinderat ein Gutachten zur Entwicklung des Einzelhandels in der Stadt Göppingen vorgestellt. Nun bewertete Michael Metzmeier vom gleichnamigen Modehaus in Göppingen als Vertreter des Einzelhandels in der IHK-Bezirksversammlung die wesentlichen Ergebnisse. „Der Anteil des Onlinehandels wird weiter wachsen und damit auch die Herausforderungen für uns Händler“, meinte Metzmeier. Er sieht aber auch in der Zukunft gute Chancen für den städtischen Einzelhandel, wenn es gelingt, die Einkaufserlebnisse für die Kunden zu stärken und in den Mittelpunkt zu stellen.

In der Diskussion zeigten sich die Unternehmensvertreter insgesamt zufrieden mit den Ergebnissen des Gutachtens. Die Lage der Stadt Göppingen sei trotz aller Konzentrationstendenzen des Handels im Vergleich zu anderen Mittelzentren vergleichsweise stabil. Göppingen habe angesichts einer hohen Zentralitätskennzahl als Einkaufsstadt für das Umland weiter eine herausragende Bedeutung. Solche guten Ergebnisse dürften nach Ansicht der Unternehmensvertreter jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass dafür auch einzelne, erfolgreiche Unternehmen verantwortlich sein können. „Mittlerweile hat der Onlinehandel im Bekleidungsbereich einen Marktanteil von rund 30 Prozent“, berichtete Metzmeier vor den IHK-Unternehmern. Dennoch werde sein Unternehmen strategisch nicht versuchen, durch einen eigenen Webshop mit großen Anbietern mithalten zu wollen. „Wir beschäftigen uns derzeit eher mit der Frage, wie wir in unserem Geschäft ein noch besseres und besonderes Einkaufserlebnis schaffen können, um so noch attraktiver für unsere Kunden zu werden“, betonte Metzmeier.

Nach Ansicht der Unternehmen gehört zur Stärkung des Einzelhandels in der Innenstadt auch eine ausgewogene Mischung aus Geschäften, Dienstleistern und Gastronomie. Gerade das Beispiel der Stadt Geislingen zeige, welchen wichtigen Beitrag die Gastronomie zur Belebung der Innenstadt leisten könne. Dass sich nach der Prognose der GMA in Göppingen die Zahl der Einzelhandelsgeschäfte weiter deutlich verringern und auf die Hauptlagen wie die Marktstraße und die angrenzenden Gebiete konzentrieren werde, überraschte die Unternehmer hingegen wenig. „Es ist Teil des Konzeptes der neuen Mitte, die teilweise zersplitterte und langgezogene Einzelhandelslage in Göppingen zu bündeln und damit wettbewerbsfähig zu machen“, betonte auch IHK-Bezirkskammerpräsident Wolf Martin.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok