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Veranstaltungen im Stauferland

bis 26. Juli 2019: Ausstellung 25 Jahre „Küche der Barmherzigkeit“  

Seit 25 Jahren helfen Menschen aus Schwäbisch Gmünd und dem gesamten Ostalbkreis mit der „Küche der Barmherzigkeit“ Bedürftigen in Armenien. Was im Jahr 1994 begonnen hat, wenige Jahre nach dem verheerenden Erdbeben in Armenien, ist inzwischen eine Hilfsaktion von außergewöhnlicher Dauer. Der Initiator der Suppenküche, Gerhard Maier, und nach seinem Tod die beiden Pfarrer Karl-Heinz Scheide und Alfons Wenger haben als Motoren der Armenienhilfe in 25 Jahren mehrere Millionen Euro gesammelt, mit denen tausende Menschen in Armenien einmal am Tag ein warmes Essen bekommen haben und bekommen. Das Projekt wird getragen vom Landesverband Baden-Württemberg des Deutschen Roten Kreuzes. Landrat Klaus Pavel hat im Jahr 2002 die Schirmherrschaft für die Armenienhilfe übernommen. Anlässlich dieses Jubiläums zeigt das Landratsamt Ostalbkreis in Aalen vom 25. Juni bis 26. Juli 2019 Fotografien und Berichte des Redaktionsleiters der Gmünder Tagespost, Michael Länge. Länge begleitet die „Küche der Barmherzigkeit“ journalistisch seit 17 Jahren. Armenien hat er in dieser Zeit sieben Mal besucht. Die Ausstellung, die zuvor bereits im Landratsamt Ostalbkreis in der Haußmannstraße Schwäbisch Gmünd zu sehen war, gliedert sich in fünf Teile: Sie gibt einen Einblick in die Suppenküche, erzählt vom Alltag in Armenien, nimmt die Betrachter mit auf eine Fahrt nach Nordarmenien. Sie lässt auch den Völkermord an den Armeniern nicht aus und zeigt armenische Landschaften. Zuallererst die Suppenküche. Die Bilder und Texte erzählen von Menschen in Not. Rentnern, die im Berufsleben Ärzte waren, Mathematiker, Wissenschaftler, die heute von 30, 40, 60, 80 Euro Rente im Monat leben. Vielmehr: davon nicht leben können. Sie erzählen aber auch von Menschen, die helfen. Junge Menschen, die freiwillig in der Suppenküche helfen, die Mitarbeiter der Küche und, nicht zuletzt, die Spender aus dem Gmünder Raum und dem Ostalbkreis. Der Alltag in Armenien berichtet über die schwache Wirtschaft mit hoher Arbeitslosigkeit, von jungen Menschen ohne Perspektive, die deshalb das Land verlassen. Aber auch vom Marktleben, armenischer Küche mit Lavash, dem armenischen Brot, mit Früchten aus dem Aarattal, mit Musik, mit dem Klang der Duduk, der armenischen Oboe.  Es gibt Texte und Bilder zu Nordarmenien. Das ist der Landstrich, den das Erdbeben 1988 schwer getroffen hat. Zehntausende Menschen haben ihr Leben verloren. Zehntausende ihre Sicherheit, ihre Arbeit, ihre Wohnungen, ihr Haus, ihre Grundlagen für ein einigermaßen gelingendes Leben. Tausende leben heute noch in Containern, in Hütten, in Blechbuden. Das sind erschütternde Bilder. Bedrückende Erfahrungen.  Auch dem Völkermord an den Armeniern, bei dem zwischen 1915 und 1918 bis zu 1,5 Millionen Menschen starben, gibt die Ausstellung Raum. Weil Erinnerung hilft, Schreckliches, die Wiederholung des Schrecklichen, zu vermeiden. Opfer können, heute ihre Nachfahren, den Tätern, heute den Nachfahren der Täter, nur vergeben, wenn diese sich offen mit den damaligen Vertreibungen und Massakern auseinandersetzen. Weil dies bis heute nicht erfolgt, finden Menschen, die heute nach Armenien fahren, in Teilen ein traumatisiertes Volk. Die Ausstellung schließt mit Landschaften. Armenien ist schön, traumhaft schön. Davon zeugen diese Bilder. Deshalb liegt eine Chance Armeniens im Tourismus. Kein Massentourismus, sondern ein kleiner, aber feiner Kulturtourismus. Im ältesten christlichen Land der Welt. Die Ausstellung ist vom 25. Juni bis 26. Juli 2019 im Landratsamt Ostalbkreis in Aalen zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen.

 

bis 4. August 2019: Märklin-Ausstellung in Schwäbisch Gmünd

Bis 4. August ist im Kulturzentrum Prediger (Johannisplatz 3, 73525 Schwäbisch Gmünd) die Märklin-Ausstellung eröffnet. Dem Kulturzentrum Prediger kommt eine ganz besondere Rolle zu. Neben der Blumengalerie, die alle zwei Wochen mit einer neuen Blumenschau die Besucher in eine zauberhafte Welt aus Farben, Düften und Kreativität entführt, sowie den hochkarätigen Kunstausstellung unseres Museums – derzeit mit Exponaten aus der namhaften Sammlung Dr. Rainer Wild, Heidelberg –, kann nun ein weiteres Highlight erlebt werden: Der Göppinger Spielzeughersteller Märklin – einst mit einer Wagenproduktion in der ältesten Stauferstadt Schwäbisch Gmünd vertreten – schlägt eine Brücke vom Filstal ins Remstal und zeigt von Samstag, 29. Juni, bis Sonntag, 4. August, im Innenhof des Predigers eine spannende und sehenswerte Ausstellung mit Modelleisenbahnen verschiedener Spurweiten und Epochen. Nicht nur die bewegte Anlage mit unterschiedlichen Landschaften sowie Vitrinen mit außergewöhnlichen Exponaten, sondern auch die Spielfläche zum Mitmachen und Selberbauen lassen die Herzen großer und kleiner Modellbahnfreunde höherschlagen.Zugang zur Eröffnung und der Ausstellung im Kulturzentrum Prediger erhält man mit einer gültigen Tageskarte oder einer Remstal-Card. 

 

bis 13. Oktober 2019: Feine Früchtchen im "Prediger"

Karl Hofer (1878-1955), Birnenstillleben, um 1944 / 45, Öl auf Leinwand, 31 × 36,5 cm, Sammlung Dr. Rainer Wild, Heidelberg, © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Passend zur Remstal Gartenschau greift das Gmünder Museum in den Obstkorb: „Feine Früchtchen“ titelt die Ausstellung, die sich vom 27. Juni bis 13. Oktober der Darstellung von Obst in Buchillustrationen des 19. und 20. Jahrhunderts im Dialog mit moderner Kunst widmet. Hinter den rund 30 Exponaten stehen Leihgaben der Sammlung Dr. Rainer Wild, Heidelberg, der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart und des Stadtarchivs Schwäbisch Gmünd. Diese Arbeiten ergänzen Werke aus dem Sammlungsbestand des Museums. Die Ausstellung wird am Donnerstag, 27. Juni, um 19 Uhr durch Oberbürgermeister Richard Arnold eröffnet. Das Duo Dietlinde Fuchs (Flöte) und Jürgen Schenk (Gitarre) umrahmt die Veranstaltung musikalisch. Zur Präsentation spricht Museumsleiterin Dr. Monika Boosen. Durch die naturgetreue Illustration von Früchten entstanden an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst über Jahrhunderte prachtvoll gestaltete botanische Werke, die unseren Blick auf die Natur erweiterten. „Die Baumzucht im Großen“ von Johann Caspar Schiller aus dem Jahr 1795 etwa gilt bis heute als wichtiges Standardwerk des Obstbaus, das nicht zuletzt durch die gestochenen farbigen Aquarelle seiner Tochter Christophine fasziniert. Ein ebensolches Zeitdokument und Werk von Gültigkeit ist die 1858 von Eduard Lucas herausgegebene „Sammlung vorzüglicher Apfel- und Birnsorten“, deren Illustrationen durch ihre Ästhetik und Genauigkeit beeindrucken. Die Ausstellung zeigt diese bibliophilen Schätze als Leihgaben der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart. Die enge Wechselwirkung von Kunst und Wissenschaft dokumentieren ferner acht Bände aus der Werkreihe „Unterhaltungen aus der Naturgeschichte“, die seit 1792 vom Augsburger Verleger Gottlieb Tobias Wilhelm (1758-1811) veröffentlicht und mit üppigen Illustrationen namhafter Augsburger Kupferstecher versehen wurden; sie werden als Leihgaben aus dem Bestand des Gmünder Stadtarchivs präsentiert. Ein veränderter Blick auf die Natur sowie reizvolle Bezüge und Kontraste eröffnen sich im Dialog der Buchillustrationen mit Werken der modernen und zeitgenössischen Kunst aus der Sammlung Dr. Rainer Wild, Heidelberg. Die Sammlung des Unternehmers, Wissenschaftlers und Stifters Wild ist weltweit einzigartig. In über 40 Jahre aufgebaut, beschäftigt sie sich ausnahmslos mit dem variantenreichen Abbild der Frucht in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Annähernd 300 Gemälde und Zeichnungen, Aquarelle und Grafiken sowie plastische Arbeiten und Videoinstallationen zählen zu der Sammlung, die damit in konzentrierter Form auch über ein Jahrhundert Kunstgeschichte umschließt. Der Bogen der in der Ausstellung versammelten Arbeiten spannt sich von spätimpressionistischen, kubistischen, expressionistischen und sachlichen Strömungen der Klassischen Moderne – darunter Obst- und Fruchtstillleben von Juan Gris (1887-1927), Paul Signac (1863-1935), Alexej von Jawlensky (1864-1941) und Karl Hofer (1878-1955) – bis zu zeitgenössischen Positionen, vertreten durch Werke von Katharina Fritsch (*1956) und Karin Kneffel (*1957). Die Auseinandersetzung zeigt ein bis heute ungebrochenes Interesse bildender Künstlerinnen und Künstler am gar nicht so stillen Metier des Stilllebens. Während die sinnlichen Oberflächen der Kirschen in Karin Kneffels realistischer Malerei das Auge verführen und zum Genießen einladen, changiert Katharina Fritschs hellblauer Apfel aus Gießharz in seiner extrem gesteigerten Künstlichkeit irritierend zwischen Vertrautem und Fremdem, Realität und Fiktion. Aus den Sammlungen des Gmünder Museums stammen Werke weiterer Künstler, darunter nicht zuletzt drei Arbeiten von Daniel Bräg (*1964) aus dem Zyklus „Herbarium Rosales“; dabei handelt es sich um zwischen zwei Glasplatten samt Wurzelwerk, dünnem Stamm, Zweigen und Blättern gepresste Obstbäume, die das Vanitas-Motiv neuzeitlich aufgreifen.

Öffnungszeiten
zur Remstal Gartenschau (bis 22.9.): täglich 10-19 Uhr
danach: Di, Mi, Fr 14-17 Uhr, Do 14-19 Uhr,
Sa, So und Feiertage 11-17 Uhr. Montags geschlossen.

Begleitprogramm
Sonntag, 28.7., 25.8., 22.9. und 13.10. (Finissage), jeweils 15 Uhr: öffentliche Führung
 

 

bis 3. November 2019: Die Pflanzenwelt in der Antike

Das Limestor Dalkingen gibt vom 2. Juni bis zum Saisonende am 3. November einen kleinen Einblick in die reichhaltige Pflanzenwelt der Antike. Mosaiken und Wandmalereien vornehmer römischer Villen haben unsere Vorstellung der Gärten aus der Römerzeit geprägt und uns viel Informationen darüber hinterlassen. Auch Funde von Pflanzenresten bei archäologischen Ausgrabungen sind eine wichtige Quelle, um etwas drüber zu erfahren. Denn es liegt in der Natur der Dinge: Kein Garten aus der Antike hat die Zeiten überdauert.  Die Ausstellung stellt einige der typischen Pflanzen wie Olivenbaum, Lorbeer oder die Zitruspflanze vor und zeigt auf, wie sie teilweise mit den römischen Legionen den Weg über die Alpen zu uns machten. Da ein großes Augenmerk auf die Verwendung dieser Pflanzen und vor allem ihrer Früchte gelegt wird, ist die Auswahl der Pflanzen auch daraufhin ausgelegt.

 

bis 3. November 2019: Die Vielfalt der Schmetterlinge

Die Vielfalt der Schmetterlinge zeigt eine Ausstellung im Naturkundemuseum in Jebenhausen. Foto: Stadt Göppingen

Die Vielfalt der in Baden-Württemberg heimischen Schmetterlinge ist immens. Während die Tagfalter als Sommerboten gelten, sind es doch die heimlichen Nachtfalter, die mit ihrer Artenzahl beeindrucken. In der neuen Sonderausstellung lernen die Besucherinnen und Besucher die Besonderheiten der beiden Faltergruppen kennen und erfahren Unglaubliches über die Lebensweisen einiger ganz besonderer Arten. Die Ausstellung würdigt daneben einen bundesweit renommierten Schmetterlingskundler: Alfred Walter aus dem benachbarten Eislingen war seinerzeit maßgeblich an der Erstellung des Standardwerks für Schmetterlingsbestimmung beteiligt. Seine umfangreiche Sammlung an Faltern aller Familien stiftete er dem Naturkundemuseum Karlsruhe. Von dort geliehen, werden nun zwei Schmetterlingskästen in Jebenhausen zu sehen sein. Die Sonderausstellung wird am Mittwoch, 5. Juni, um 19:30 Uhr im Naturkundlichen Museum in der Alten Badherberge in Göppingen-Jebenhausen eröffnet. Die Grußworte spricht Oberbürgermeister Guido Till, anschließend wird der Forstingenieur und Naturpädagoge Max Mannsperger in das Thema einführen. Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist frei. Zu sehen ist die Ausstellung bis einschließlich Sonntag, 3. November. 

      

bis 31. Juli 2019:  Stuttgarter Cartoonist stellt aus

Joe-Kurt Berger zeigt seine Cartoons im Gmünder Rathaus. Foto: Stadt Schwäbisch Gmünd

Das Remstal ist im Gartenschau-Fieber – da dürfen Jo-Kurt Bergers Schwabenteuer nicht fehlen. Mit genauer Beobachtungsgabe hält der Stuttgarter Cartoonist ebenso schräge wie komische Szenen vor der Kulisse des Remstals und seiner Städte und Gemeinden fest, von der Quelle in Essingen bis zur Mündung in Remseck. Seine Figuren mit ihren typischen Knollennasen sind kernige Prototypen, die kein Fettnäpfchen oder Witzle auslassen und für ein Missverständnis nach dem anderen sorgen. Die Ausstellung mit rund 40 Cartoons eröffnet Baubürgermeister Julius Mihm am Dienstag, 2. Juli, 14 Uhr, im Gmünder Rathaus. Selbstverständlich wird auch Jo-Kurt Berger anwesend sein und in bester Käpt‘n Blaubart-Manier über seine Kunst und ihre therapeutische Wirkung sprechen: 2009 riss ihn ein Schlaganfall aus dem Leben. Seine Zeichen- und Malsachen hat er wieder ausgekramt, um seine feinmotorischen Fähigkeiten zu trainieren. Dabei blieb es nicht; entstanden sind Bergers Schwabenteuer, die bislang im Ostalbkreis, in Stuttgart, im Rems-Murr-Kreis, in Stadt und Landkreis Tübingen und in Stadt und Landkreis Esslingen spielen. Weitere Bände sind in Planung. Die Ausstellung ist den ganzen Juli über im Gmünder Rathaus zu sehen. 

 

bis 4. Oktober 2019: Ausstellung des "Farbenquartetts"

Freitag, 5. Juli 2019 findet um 19 Uhr im Rathaus von Ebersbach an der Fils die Vernissage der neuen Ausstellung in der Reihe „Kunst im Rathaus“ statt. Die Ausstellung zeigt Werke der Künstlerinnen Angelika Fritz, Elisabeth Pausch, Heidi Depner und Sunhild Schüller und trägt den Titel „Farbenquartett“. Sie wird bis Freitag, 4. Oktober 2019 während der Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen sein. Angelika Fritz lebt in Plochingen und beschäftigt sich in ihrer Freizeit mit künstlerischen und kreativen Arbeiten. Sie hat seit 2010 verschiedene Kurse belegt, um ihr kreatives Potenzial künstlerisch zu vertiefen und zu erweitern. Seit 2012 belegt sie diverse wöchentliche Malkur-se an der Kunstakademie Esslingen bei Kunstdozentin Angelika Henschel. Elisabeth Pausch lebt im Nassachtal. In ihrem Schaffen – in welchem sie Zufallserlebnisse und Stimmungen in ihre Arbeit einsteuert - sieht man ihre Freude am Experimentieren, das ihre Werke auszeichnet. Durch Transformation wird Winziges riesig, Konkretes abstrahiert. Heidi Depner lebt in Baiereck. Farbenlehre, Zeichnen, Aquarell, Ölmalerei und Acrylmalerei stellen für Sie einen Ausgleich zum Alltag und zur hauptberuflichen Tätigkeit als Versiche-rungsfachfrau dar. Ihre Kunst bedeutet für sie, ein Thema mit wenig Gegenständlichem, eher über die Farben und Formen, wiederzugeben. Im Sommer 2018 entschloss sie sich, einen weiteren Weg zu gehen und startete mit der Ausbildung zur Ausdrucksmalpädagogin. Sunhild Schüller lebt in Wangen. Schon seit ihrer Kindheit war sie am Zeichnen und Malen interessiert. Durch die Kunstakademie Esslingen konnte sie ihr Hobby zur Geltung bringen. Dabei sind viele differenzierte Werke entstanden. Es bereitet ihr viel Freude immer neue Ideen und Mal Arten mit verschiedenen Materialien und Farben umzusetzen.

 

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