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Kulinarische Leidenschaften

Ludwig Heer

Ludwig Heer, Gourmetkoch von der „Alten Post“ in Kuchen (Kreis Göppingen) liebt die Vielseitigkeit - nicht nur in der  Küche. Er ist Produktdesigner, Buchautor, gibt Kochkurse, verrät im Fernsehen, wie genussvolles Essen zubereitet wird und vertreibt sein eigenes erlesenes Konfekt.

„Als kleiner Junge wollte ich immer Erfinder werden“, lacht der 36-jährige Ludwig Heer. Aufgewachsen in der elterlichen Gastronomie „Alte Post“, einem gutbürgerlichen Restaurant in Kuchen, wurden die Weichen schon früh in Richtung Kochkunst gestellt. Nach seiner Ausbildung im „Burgrestaurant Staufeneck“ verschlug es ihn in Harald Wohlfahrts „Schwarzwaldstube“ nach Tonbach.  Stationen im Culinary Institute of America in New York sowie lehr- und abenteuerreiche Jahre in den Ritz Carlton Hotels in Key Biscayne und Miami Beach folgten. 2006 kehrte der gebürtige Geislinger zurück auf die Alb, legte seine Meisterprüfung ab und begann sich mit Pralinen zu beschäftigen. Feuer  efangen hatte er an der Gewandtheit, eigene erlesene Naschwerke zu zaubern, während seines Aufenthaltes in Florida. Dort zeigten ihm zwei erfahrene Patissiers die hohe Kunst der Pralinenfertigung. „Noch heute erkennt man die amerikanische Farbenfreude in meinen Produkten, die ich seit 2006 mit großer Leidenschaft  in Handarbeit herstelle“,  so Ludwig Heer. 2013 übernahm er das Restaurant 19 beim Golfer‘s Club in Bad Überkingen, konzentrierte sich dann aber auf sein elterliches Haus in Kuchen und führt mit kulinarischen Finessen seit 2016 die „Alte Post“. Im Nebenhaus ist die Pralinen-Manufaktur beheimatet. Einen Alltag nur am Herd  kann er sich jedoch nicht vorstellen: „Ich möchte mich weitestgehend aus dem operativen Geschäft heraushalten“, sagt der umtriebige Herr der Töpfe. „Nur Kochen reicht mir nicht, ich muss immer Unterschiedliches machen“,  erzählt Ludwig Heer. Er geht neue Wege und seinem frühen Wunsch, Erfinder zu werden, kommt er jetzt ganz nahe. Sein neuestes Steckenpferd heißt „Design  uisine“. Er tüftelt an raffinierten Küchenutensilien, wie dem „Chef‘s Probe“, einem Küchenthermometer für höchste Ansprüche oder einer Multifunktionsschürze. Zu Vermarktungszwecken reist er zu Fachmessen und stellt seine Produkte für die gehobene Gastronomie vor.  Bleibt da noch Zeit, um sich selbst ein leckeres Essen zuzubereiten? „Früher habe ich für mich selbst gekocht, jetzt wird für mich gekocht“, lacht Heer und spielt auf seine Lebensgefährtin Giulia Siegel, Tochter des Musikproduzenten Ralph Siegel, an. „Sie macht einen besseren Tafelspitz als ich“, schmunzelt er. Ob er da manchmal in Versuchung kommt zu verbessern? „Niemals würde ich ein Essen von ihr nachjustieren, weil Giulia ganz hervorragend kocht“. Wenn seine Freundin, die in München als Model und DJane arbeitet, in Kuchen weilt, freut sich auch Ludwigs Mutter Gabriele. „Ludwig ist sehr glücklich“, verrät sie. Sie ist voll des Lobes über die Frau an der Seite ihres Sohnes. „Giulia ist ein spannender, interessanter Mensch mit unglaublicher Lebenserfahrung und sie ist sehr gefällig“. Im Gastrobereich sei sie sehr engagiert und bringe sich ein.

www.altepost-kuchen.de

www.ludwigheer.de

 

Ulrike Luthmer-Lechner (aus „Albeins“ 2017)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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