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Eindrücke vom Barbarossafest in Schwäbisch Gmünd am 29. September 2018

zum 850. Jahrestag des Einzugs des Stauferkaisers in die Stadt


Fotografiert von Rüdiger Gramsch

 

Schwäbisch Gmünd.  „Kaiser, Deine Stadt! Stadt, Dein Kaiser!“ An den 850. Jahrestag des Einzugs von Stauferkaiser Friedrich Barbarossa in Schwäbisch Gmünd gedachte der Verein Staufersaga am Samstag, 29. September,  mit einem bunten Spektakel vor der Johanniskirche in der Innenstadt. Tausende Schaulustige ließen sich das Spiel in historischen Gewändern nicht entgehen.

Kaiserwetter für Kaiser Barbarossa und sein Gefolge. Mittelalterliche Szenen spielen sich vor der Johanniskirche in der Gmünder Innenstadt ab. Hunderte Akteure des Vereins Staufersaga lassen Stadtgeschichte lebendig werden. Mit einem aufwändigen und farbenprächtigen Spektakel gedenken sie des Einzugs von Stauferkaiser Barbarossa in seine  Stadt vor 850 Jahren. Der Besuch des Kaisers in der ersten von den Staufern gegründeten Stadt ist historisch belegt. In Mittelalter ließen sich Herrscher von Zeit zu Zeit die Rechtsansprüche in ihren Landen bestätigen. So kam es, dass Barbarossas Tross auf dem Weg nach Würzburg in Gmünd einen Halt einlegte. Nach der Zeremonie übernachtete der Kaiser mit Gefolge im Kloster der Franziskaner.

Den Einzug Barbarossas in der Stadt, sowie die Bestätigung des Rechtsanspruches samt eines festlichen Mahl und einem Unterhaltungsprogramm mit Schwertkämpfen, Tänzen und Gauklervorführungen stellten viele hundert Akteure des Vereins Staufersaga nach. Vor dem Hauptportal der Kirche, die derzeit saniert wird, ließen sich Kaiser und Kaiserin Beatrix von Burgund mit den Räten der Stadt zum Mahl an der Tafel nieder. Vor  der Tafel  und vor den Augen einer Gruppe mitgekommener Lepra-Kranker spielten sich bunte Szenen ab. So sorgten Fahnenschwinger, Tänze und Gauglervorführungen ebenso für Abwechslung, wie das Turnier namhafter Ritter aus der Umgebung mit Schwert und Speer. Für mittelalterliche Live-Musik war ebenfalls gesorgt. Zu Beginn hatte Barbarossa  bei der Schwertleite verdiente Mannen zu Rittern geschlagen.

Um den Festplatz herum hatte der Verein Stände aufgebaut, an denen mittelalterliches Handwerk gezeigt wurde. Zudem konnte das Volk sich an Speis und Trank laben. Durch das Programm führte ebenso gekonnt wie gewürzt Pat Müller, der die Bürger der Stadt und ihre Gäste mit auf die Zeitreise ins Mittelalter nahm.

Oberbürgermeister Richard Arnold bedankte sich nach den Darbietungen beim Vereins Staufersaga, der mittlerweile in 60 Gruppen die staufische Geschichte von Gmünd erlebbar mache. Als nächste Darbietung kündigte er für den 6. November an. Dann soll vor der Staufer-Basilika, der Johanniskirche, dem Besuch des letzten Staufer-Kaisers Konrad gedacht werden. Der feierte in der Kirche vor 750 Jahren wohl sein letztes Weihnachtsfest, bevor er getötet wurde. Arnold: „Wäre er doch nur in Gmünd geblieben.“
29.9.18

 

 

 

 

 

 

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